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Dubai - Mein Weg zum Residence - Visa

Emirates ID
Die Emirates ID

Um dauerhaft in Dubai leben zu können, kommt ihr nicht drum herum ein Residence - Visa und eine Emirates ID zu beantragen. Das Residence - Visa ist lediglich ein Aufkleber im Reisepass und vergleichbar mit einer Aufenthaltserlaubnis und die Emirates ID ist dem deutschen Personalausweis ähnlich. Diese benötigt man, wie ich bereits in "Tipps für die Wohnungssuche" angedeutet hatte, grundsätzlich für alle geschäftlichen Tätigkeiten. Sei es für die Anmietung einer Wohnung, für den Autokauf oder für die Kontoeröffnung. Sie wird meist für zwei Jahre ausgestellt und kann anschließend verlängert werden.

 

Es gibt mehrere Wege hier in Dubai eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Zwei davon sind folgende:

  • als Angestellter einer Firma
  • als direktes Familienmitglied (Ehepartner, Kinder, Eltern)

Da mein Mann als "Angestellter einer Firma" bereits Besitzer eines Residence - Visa war, konnte er für mich als Sponsor auftreten. Benötigt wird hierzu eine beglaubigte Eheurkunde aus dem Herkunftsland. Die Kosten hierfür wurden in unserem Fall von der Firma übernommen. Das ist auch eigentlich gängige Praxis.

 

Die Beglaubigung der Eheurkunde

 

Kurze Zeit nach meiner Ankunft im Juli, reichten wir im Glauben an alles gedacht zu haben, die Unterlagen für die Beantragung meiner Residence - Visa und der Emirates ID ein. In der Annahme das der Visumsprozess dadurch beschleunigt wird, haben wir bei unserer Eheschließung zusätzlich eine internationale Eheurkunde beantragt. Leider hat uns das außer zusätzliche Kosten im Enddefekt jedoch nichts gebracht.

 

Die Urkunde musste trotz dessen erst einmal zur Botschaft nach Berlin, um dort beglaubigt und anschließend in Dubai übersetzt zu werden, bevor es weitergehen konnte. Aus Erfahrung wussten wir, dass dies den ganzen Prozess erst einmal hinauszögern würde. Da ich als deutsche Staatsbürgerin ein 90 Tage Touristenvisum für mehrmalige Einreise habe, welches ab dem ersten Stempel sechs Monate gültig ist, hatte ich zum Glück noch etwas Zeit. Zudem hatten wir mit dem Einverständnis der Firma einen Dienstleister engagiert, der sich um die notwendigen Dokumente und die dafür notwendigen Schritte kümmerte.

 

Dokumente für die Beantragung des Residence Visa
Dokumente für die Beantragung des Residence - Visa

Die nächste Hiobsbotschaft

 

Woche um Woche verging und es passierte einfach nichts. Immer wieder fragten wir beim ,,Dienstleister‘‘ nach, ob es Fortschritte bei der Bearbeitung der Dokumente gibt. Doch es ging alles nur sehr schleichend voran. Nach fast zwei Monaten wurde uns dann endlich unsere beglaubigte und übersetzte Heiratsurkunde zugestellt. Voller Motivation wollten wir nun die weiteren Schritte in die Wege leiten…

 

Doch dann kam noch am selben Tag die nächste Hiobsbotschaft. Anscheinend gab es Unstimmigkeiten mit meinem Touristenvisum. Laut einer Internetseite, auf der man seinen Visum-Status überprüfen kann, war ich zu diesem Zeitpunkt bereits neun Tage zu lange in Dubai, obwohl das unmöglich sein konnte. Laut unserer Rechnung hätte ich noch etwa vier Wochen. Also fuhren wir so schnell es ging zur zuständigen Behörde, in der Hoffnung das Missverständnis schnell aus der Welt schaffen zu können.

 

Dort angekommen war ich etwas eingeschüchtert, da ich nicht wusste was auf mich zukommen würde. Nachdem wir uns ein wenig durchgefragt hatten, landeten wir bei der zuständigen Anmeldung. Wir schilderten unser Anliegen und bekamen eine Wartenummer. Typisch für Dubai nicht auf einem kleinen Zettel, sondern natürlich per SMS ;-) Währenddessen wir uns einen Warteplatz suchten, fiel mir auf, dass es in der ersten Reihe extra Plätze für Frauen gab, welche mit einem pinken Aufdruck versehen waren. Es ist jedoch lediglich ein Angebot und kein Muss dort als Frau Platz zu nehmen.

 

Nach nur ca. 10 Minuten Wartezeit waren wir auch schon an der Reihe und schilderten der netten Emirati unser Anliegen. Daraufhin schaute sie in ihrem PC nach und sagte uns, dass es laut ihrem System kein Problem gibt und ich laut meines Touristenvisums noch 29 Tage Aufenthalt in Dubai hätte. Nachdem sie sich noch einmal mit einem Kollegen beraten hat, haben wir das Okay bekommen und konnten beruhigt den Weg nach Hause antreten. Das Problem war zwar gelöst, aber ich hätte gut und gerne auf diese Aufregung verzichten können.

 

Der ,,Medical Test‘‘

 

Nach knapp drei Monaten waren dann vorerst die ganzen Formalitäten erledigt und es folgte der nächste Schritt…Der "Medical Test" (Gesundheitscheck). Bevor man hier in Dubai ein Visum bekommt wird man nämlich durchgecheckt.

 

So führte uns der nächste Weg zum "Medical Center". Dort angekommen mussten wir eine Vorabanmeldung an der Rezeption tätigen, in dessen Zuge wir auch die 100 AED für die Untersuchung bezahlen mussten. Ich bekam eine Wartenummer und ab diesem Moment musste ich mich allein durch den Untersuchungs-Dschungel kämpfen. Mein Mann hatte diese Prozedur bereits einige Monate zuvor hinter sich gebracht…der Glückliche.

 

Nachdem ich einen langen Gang entlang laufen musste auf dem mir zwei Security‘s den Weg wiesen, setzte ich mich mit meinen Unterlagen und meiner Wartenummer in einen kleinen Wartebereich. Ich musste nicht lange warten, bis ich aufgerufen wurde, um zur Blutabnahme zu gehen.

 

Die Blutabnahme

Auch hier gab es noch einmal einen kleinen Wartebereich indem ich kurz Platz nehmen sollte. Es dauerte jedoch nicht lange bis ich mit meinem Vornamen aufgerufen wurde und mir eine nette Arzthelferin Blut abzapfte. Dieses wird dann unter anderem auf eine mögliche HIV – Infizierung untersucht. Anschließend wurde ich mit einem Pflaster versorgt und zum Brustkorbröntgen geschickt.

 

Das Brustkorbröntgen (X-Ray)

Im Wartebereich angekommen, muss man als Frau zuerst einen Fragebogen ausfüllen, indem die letzte Periode und die Möglichkeit einer Schwangerschaft abgefragt wird. Anschließend ging es weiter in die Umkleidekabine. Ich bekam einen hübschen, blauen Kittel bevor ich dann für nicht mal eine Minute in den Röntgenraum gebeten wurde. Hierbei wird geschaut, ob eine eventuelle Tuberkulose Erkrankung vorliegt. Und Schwupp die Wupp war der "Medical Test" auch schon erledigt.

 

Photo by Online Marketing on Unsplash
Jeder der ein Residence - Visa haben möchte muss zum Medical-Test, unabhängig vom Herkunftsland

Identity Authority

 

Dann ging es weiter zur Identity Authority (Identitätsregistrierung), welche sich nur zwei Gebäude weiter befand. Auch hier war erst einmal eine Anmeldung erforderlich, bei der ich wieder eine Wartenummer bekam. Da nur vier Frauen vor mir dran waren, musste ich nicht lange warten, bis meine Fingerabdrücke genommen werden konnten. Und auch ein Passfoto für die Emirates ID wurde gemacht. Dies geschah ohne große Vorwarnung schnell und unkompliziert. Nichts da mit 1,2,3 bitte lächeln. Dann noch eine Unterschrift und fertig war ich. Jetzt hieß es nur noch warten...

 

Endlich geschafft!

 

Ende Dezember, nach guten vier Monaten, konnte ich nun endlich mein Residence - Visa und meine Emirates ID in den Händen halten. Ein riesen Stein ist mir vom Herzen gefallen und ich war so glücklich. Diese ganze Rennerei und Warterei und vor allem die innerliche Anspannung, die mich die ganze Zeit begleitet hat, hatte nun endlich ein Ende. 

 

>>Gut zu wissen>> Wer eine Alkohollizenz beantragen möchte, sollte bereits bei der Beantragung der Emirates ID darauf achten, die Religionszugehörigkeit anzugeben. Dies erspart einem später unnötige Behördengänge, da für die Genehmigung der Lizenz die Konfession ein wichtiges Kriterium darstellt. Muslimen oder Staatsangehörigen von islamisch geprägten Ländern wird keine Alkohollizenz ausgestellt. 

 

Residence Visa und Emirates ID
Pünktlich zu meinem Geburtstag, habe ich das Residence - Visa und die Emirates ID bekommen

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